Runde durchs Pietzmoor

Im Pietzmoor

Das Pietzmoor zwischen Schneverdingen und Heber gilt als größtes zusammenhängendes Moorgebiet der Lüneburger Heide. Wie die meisten Moorflächen Norddeutschlands wurde es ab dem 16. Jahrhundert zur Torfgewinnung ausgebeutet, seit Ende des vorigen Jahrhunderts läuft die Renaturierung. Auf einem rund 4,5 Kilometer langen Rundweg durch das Gelände lassen sich viele seltene Tiere und Pflanzen wie der fleischfressende Sonnentau, verschiedene Großlibellen, Wollgras und Kreuzottern beobachten. Etwa die Hälfte der Strecke verläuft auf einem hölzernen Steg direkt durchs Moor, im letzten Abschnitt zum gut erreichbaren Parkplatz geht es durch die schöne Heidelandschaft. Unterwegs geben einige Schautafeln Informationen zum Zusammentreffen der beiden Landschaftsextreme. Einkehr empfohlen im benachbarten Schäferhof, der berühmt ist für seine Buchweizentorte.

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Rund um den Vörder See

Blick auf den Vörder See

Einen herrlichen, rund einstündigen Spaziergang garantiert der Rundweg um den Vörder See in Bremervörde. Die knapp 4 Kilometer lange Stecke verläuft überwiegend auf Schotter sowie Asphalt direkt am Ufer und ist auch für Rollstühle oder Fahrräder geeignet. Auf halber Strecke bietet ein Aussichtsturm einen tollen Blick auf den Deich der Oste und die saftigen Ostewiesen. Der Vörder See bildet übrigens den Mittelpunkt eines einzigartigen Naherholungsgebietes mit Minigolfanlage, Tretbootverleih, Kneipp-Meile, Freilichtbühne, Kräutergarten, Beach-Lounge und vielem mehr. Wir besuchten dort die Welt der Sinne. Der nach Ideen des Pädagogen Hugo Kükelhaus entwickelte Park bietet ein „Erfahrungsfeld“ mit Erlebnisstationen wie Barfußpfad, Klangkörpern, Pendel oder Labyrinth, die selbst die gelangweiltesten Kinder faszinieren. Wer auch die geschlossenen Räume des Parks besuchen möchte, sollte eine Führung buchen. Tipp: Zum Abschluss im reetgedeckten Haus am See bei Kaffee und Kuchen den schönen Ausblick genießen.

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Im Tister Bauernmoor

Unterwegs im Bauernmoor

Auf der Landstraße 142 zwischen Sittensen und Wistedt mag man kaum glauben, dass hier einer der bedeutendsten niedersächsischen Rastplätze der westeuropäischen Zugvögelroute liegt. Das unter Naturschutz stehende, renaturierte Tister Bauernmoor mit seinen durch Torfabbau entstandenen Flachgewässern ist ein El Dorado für Ornithologen. Denn hier, unweit besagter Landstraße, lassen sich jedes Jahr tausende Kraniche, Seeadler, Gänse, Graureiher, Kormorane, Seemöven oder Enten auf Ihrem Weg von Südeuopa nach Skandinavien bestaunen. Vom großen Besucherparkplatz sind es nur rund 1,5 Kilometer bis zu zwei großen Hochständen, von denen aus sich die Tiere beobachten lassen – wer ein Fernglas mitbringt, ist klar im Vorteil. Dorthin leitet ein mit Holzschnitzeln ausgebauter, federnder Wanderweg. Alternativ führen zwei Pfade – der Schwingrasensteg und der Heideweg – teils auf Holzplanken mitten durchs Moor. Wer mag, kann sonn- und feiertags auch mit der Moorbahn durch die herrliche Landschaft tuckern.

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An der Haverbeeke

Zwischen Wümme und Haverbeeke

In der Disziplin „Wandern mit Kleinkindern“ zählt der Rundweg an der Haverbeeke in Niederhaverbeck zu unseren Lieblingsspaziergängen im Naturpark Lüneburger Heide. Ausgehend vom wunderbaren Gasthof Menke – Gastraum mit Heideblick! – geht es ein paar Meter auf dem Heidschnuckenweg Richtung Behringen. Am Eingang zum Rundwanderweg zeigt eine Karte zwei Rundwege mit 1,4 und 3,5 Kilometern (siehe Bilder im Komoot-Profil). Beide Strecken sind Rollstuhl-geeignet und somit auch für Menschen mit Einschränkungen bei der Mobilität geeignet. Unser Geheimtipp: Wir folgen der langen Runde, gehen an der Kehre aber nicht nordwärts, sondern in südliche Richtung. Der Weg ist zwar nicht mehr Rollstuhl-kompatibel, verläuft aber auf dem Kamm eines Moränen-artigen Höhenzugs und bietet einen erhabenen Blick über die Heidelandschaft. Mit etwas Glück begegnet man wie in unserem Fall einer großen Herde von 500 Heidschnucken.

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Heidelehrpfad Kahler Asten

Der Lehrpfad ist auch Teil des Rothaarsteigs

Okay: Bei Nebel den bekanntesten Gipfel des Sauerlandes zu besuchen, ist nicht so clever. Da die Sicht auf dem 841,9 Meter hohen Kahlen Asten aber häufiger schlecht sein dürfte, haben sich die Mitarbeiter des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe etwas einfallen lassen. Neben dem 2008 eröffneten Naturkundemuseum im markanten Astenturm erschufen sie den knapp zwei Kilometer langen Heide-Lehrpfad. Heide im Sauerland? Richtig gelesen: Hier und auch im benachbarten Niedersfeld haben sich die einzigen Hochheideflächen des Sauerlandes erhalten. Einst – so lässt sich den Schautafeln der insgesamt 25 Infostationen entnehmen – war die gesamte Region Heideland.
Der Lehrpfad führt als Rundweg durch die etwa 36 Hektar große Asten-Hochheide und erschließt dem Wanderer nebenbei das gesamte Gipfelplateau. Auf halber Stecke liegt die Quelle der Lenne, ein Nebenfluss und wichtigster Zustrom der Ruhr. Kurz hinter der bereits 1918 erbauten Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes erreichen wir wieder den großen Besucherparkplatz direkt am Gipfel. Dort liegt auch der begehbare Astenturm mit Aussichtsplattform, dem erwähnten Naturkundemuseum und dem nicht nur für durchgefrorene Wanderer wirklich empfehlenswerten Berggasthof. Neben modern behaglicher Atmosphäre und freundlichem Service bot das Café-Restaurant sogar eine Kinderkarte samt Malstiften und Überraschungsbox.

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Märchenwanderweg im Kleckerwald

Hofcafé im alten Kornspeicher

Immer wieder zauberhaft: Der Märchenwanderweg bei Jesteburg führt auf einer rund drei Kilometer langen Runde durch den verwunschenen Kleckerwald. Dort warten 15 interaktive Mitmachstationen auf Kinder. Ausgehend vom Forstbetrieb Lohof erzählen die unterwegs verteilten Holzfiguren das Abenteuer der Elfe Pinki, des Zwergen Zipfel und des Kobolds Keril. Die drei Freunde wollen für ihr Dorf einen neuen Zauberstab beschaffen, nachdem ein mysteriöser Zauberer namens „Der Trickser“ das Original zerstört hat. Kinder vergessen in diesem zauberhaften Wald natürlich völlig, dass sie „spazieren gehen“. Wer das Abenteuer noch intensiver gestalten will, stattet sich beim Start- und Endpunkt im urigen Hofcafé (Bild) mit dem dazugehörigen Buch (15 Euro) und Holz-Zauberstäben (1,50 Euro) aus. Das Märchen vom Trickser wurde übrigens im Rahmen eines Lions Club-Projekts von einer Schulklasse aus Neu Wulmstorf entwickelt.

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